Innkraftwerk Telfs
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Pressekonferenz IKWT


15.06.2010

Fotomontage bei Stau

Innkraftwerk Telfs - neue Variante 

IKB plant in enger Abstimmung mit dem Land

Innsbrucker Kommunalbetriebe haben mehrere Varianten untersucht – Ergebnis ist eine Bandbreite von möglichen Stauhöhen, die mit den Vertretern des Landes besprochen werden – kein Eingriff ins Sonderschutzgebiet, Genehmigung rechtlich möglich.

Innsbruck / Telfs (15. Juni 2010) – Die Innsbrucker Kommunalbetriebe haben in enger Abstimmung mit dem Land Tirol und den Behörden Varianten des Projekts Innkraftwerk Telfs durchgerechnet. "Es geht hier um die Frage, ob der Kraftwerksbau einen Eingriff in das Sonderschutzgebiet darstellt oder nicht", erläuterte Vorstandsvorsitzender DI Harald Scheider am Dienstag im Rahmen eines Pressegespräches.

Kein Eingriff ins Sonderschutzgebiet

"Die IKB ist weiterhin davon überzeugt, dass die von uns präsentierte Grundvariante des Innkraftwerks Telfs genehmigungsfähig ist. Wir vertreten die Ansicht, dass kein Eingriff in das Sonderschutzgebiet vorliegt", sagte Vorstandsdirektor DI Harald Schneider. Der durch den Kraftwerksbau erhöhte Wasserstand liegt innerhalb der natürlichen Schwankungsbreite des Inns und wurde so gewählt, dass das Schutzziel des Sonderschutzgebietes Mieminger und Rietzer Innauen gewahrt bleibt. Daher ist es auch rechtlich möglich, trotz Sonderschutz-Verordnung, das Vorhaben zu genehmigen.

Durch den erhöhten Wasserstand würde der geschützte Auwald wegen der besseren Wasserversorgung der Wurzeln profitieren.

Bandbreite von Varianten

"Da wir gegenüber Modifikationen offen sind, haben wir in enger Abstimmung mit den Experten des Landes Standortvarianten durchgerechnet. Das Ergebnis ist eine Bandbreite von Stauhöhen am Standort Telfs", ergänzte Schneider. Die Varianten werde man im Rahmen eines Termins mit der Umweltschutzabteilung des Landes ausführlich besprechen. Schneider: "Diese Vorgehensweise haben wir mit dem Landeshauptmann und den zuständigen Landesräten akkordiert."

Standort-Vorteile

Der Standort Telfs biete mehrere, essenzielle Vorteile: "Erstens ist der Standort topographisch ideal: Durch den vorhandenen Felsen auf der Seite des Mieminger Plateaus muss der Damm nur auf einer Seite gebaut werden. Darüber hinaus bedeutet das Vorhaben einen minimalen Eingriff ins Landschaftsbild, Anrainer werden während der Bauarbeiten kaum beeinträchtigt. Der Standort ist energiewirtschaftlich einer der besten am Inn. Zusätzlich spricht die Stromlogistik für Telfs: Wir benötigen keine Hochspannungsfreileitungen, da die Energie aus dem Innkraftwerk über das bestehende Umspannwerk verteilt werden kann", führte Schneider aus. Weiters haben wir mit den Gemeindewerken Telfs einen starken, zuverlässigen Partner vor Ort.

Ökologische Begleitmaßnahmen

Ein wichtiger Aspekt in den Planungsarbeiten für das Innkraftwerk Telfs sind die ökologischen Begleitmaßnahmen. DI Reinhold Gruber: "Wir haben auch schon einige Vorhaben in puncto Kiesbänke und Schotterinseln ausgearbeitet. Diese zeigen, dass die auf Grund des Aufstaus verloren gehenden Lebensräume zu mehr als 100% kompensiert würden. Zusätzlich würden für die Weiche Au Lebensräume geschaffen, die aktuell am Inn kaum mehr anzutreffen sind".

Die Begleitmaßnahmen könnten die Maßnahmen aus dem Projekt der.inn von Umweltministerium, Land und WWF perfekt ergänzen. Wir möchten daher den WWF zu Gesprächen zur Planung eines gemeinsamen ökologischen Projekts einladen", bietet Schneider an.

Über das Innkraftwerk Telfs

Das Innkraftwerk in Telfs ist ein wichtiger Baustein der zukunftsorientierten Energie-Strategie der Innsbrucker Kommunalbetriebe. "Wir können mit diesem Kraftwerk 20.000 Haushalte mit günstigem Strom aus Tirol versorgen, das sind immerhin zehn Prozent des Stromverbrauchs im Versorgungsgebiet der IKB." Bedeutsam sind auch die positiven Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft und Wertschöpfung: "Das gesamte Investitionsvolumen liegt bei 74 Millionen Euro", erklärt Schneider. Die Leistung beträgt 14,2 MW, das Jahresarbeitsvermögen 70 GWh.

Für Rückfragen:

DI Reinhold Gruber

Projektleiter

r.gruber@ikb.at

0676 836867600

Hier gehts zur Präsentation (1MB)

 

Logo Innsbrucker Kommunalbetriebe AB Gemeindewerke Telfs

Fragen & Antworten

Warum will die IKB das Innkraftwerk Telfs realisieren?

Die Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB) verfügt über eine mehr als hundertjährige Tradition in der Stromerzeugung aus Wasserkraft. Die IKB betreibt derzeit neun Wasserkraftwerke in Tirol und sichert auf diese Weise rund 45 Prozent des Strombedarfs im eigenen Versorgungsgebiet. ... weiter


Warum setzt die IKB auf einen weiteren Ausbau der Wasserkraft?

Das Vorhaben Innkraftwerk Telfs ist vor dem Hintergrund der aktuellen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu betrachten. Österreich ist aufgrund europäischer und internationaler Vorgaben verpflichtet, in den nächsten Jahren intensiv in den Ausbau CO2-neutraler ... weiter

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